Zend Framework Tutorial Teil 1:
Einführung und Anforderungen

ACHTUNG:
Dieses Tutorial wird nicht mehr weitergeführt, da es auf ältere Versionen des Zend Frameworks aufbaut. Das neue Projekt ist hier:
Zend Framework Tutorial – Wir bauen ein Content Management System (CMS)

Dieses mehrteilige Tutorial soll einen Einblick in die Entwicklung von dynamischen Websites basierend auf dem Zend Framework geben. Das Zend Framework existiert derzeit in der Version 1.9.x.

Ich werde versuchen, alle durch neue Versionen des Zend Frameworks notwendigen Änderungen nachzupflegen, damit es möglichst immer auf dem neuesten Stand ist und somit nutzbar bleibt.

Wenn du über neue Tutorial Teile informiert werden möchtest, abonniere am besten den Feed dieses Blogs. Dann verpasst du garantiert keinen Teil des Tutorials. Es gibt auch Übersicht mit den bisher erschienen Teilen des Tutorials.

Wichtig: Dieses Tutorial setzt die Zend Framework Version mindestens v1.8.0 voraus (am besten ist natürlich die aktuelle Version) und kann bei der Verwendung einer älteren Version unter Umständen nicht zu 100% funktionieren. Aus ‘Nostalgiegründen’ und so lange das Tutorial noch nicht komplett überarbeitet wurde, sind noch die Sourcen von ZF vor 1.8 erhältlich.

Unsere Anwendung

Ich habe lange hin und her überlegt, welche Anwendung sich am besten für dieses Tutorial eignen könnte. Neben einer Bildergalerie habe ich auch über ein Linkverzeichnis, ein Forum oder ein kleines CMS nachgedacht. Auch die klassische Verwaltung für den eigenen CD Bestand oder eine Rezeptesammlung standen genauso auf meiner Liste. Sogar über einen kleinen Shop habe ich kurz nachgedacht.

Letztendlich fiel meine Wahl jedoch auf eine der beliebtesten Anwendungen, die für die Einführung in ein PHP Framework oft Verwendung findet: ein Weblog. In diesem Tutorial soll somit eine Weblog Software mit dem Zend Framework von Grund auf neu erstellt werden. Sicher wird unser Blog nicht den Funktionsumfang von WordPress oder Serendipity haben können (zumindest nicht im Laufe dieses Tutorials). Aber ich denke schon, dass die Anwendung am Ende auf jeden Fall auch in der freien Wildbahn der Blogosphäre ihren Mann stehen wird. ;-)

Da das Kind natürlich auch einen Namen braucht, habe ich es einfach mal nach unserer Firma benannt und TravelloBlog getauft. Wenn du das Tutorial durcharbeitest, kannst du dir auch einen eigenen Namen dafür ausdenken.

Anforderungen an das TravelloBlog

Um die Anwendung realisieren zu können, brauchen wir natürlich auch eine Liste mit den Anforderungen, damit wir wissen, was das TravelloBlog denn eigentlich leisten können soll. Die Liste ist bewusst schwammig gehalten, schließlich erhält man vor dem Start eines Projektes oftmals genau solche Listen.

  1. Nur registrierte Autoren können Blogbeiträge schreiben, ändern oder löschen.
  2. Registrierte Benutzer sollen ein Profil mit Beschreibung, Link zur eigenen Homepage sowie einem Foto einrichten können, das bei ihren Beiträgen verlinkt wird.
  3. Nicht registrierte Benutzer können Blogbeiträge nur lesen und kommentieren.
  4. Jeder Beitrag kann einer oder mehreren Kategorien sowie beliebig vielen Stichworten, den so genannten Tags, zugeordnet werden.
  5. Jeder Beitrag soll über einen Permalink erreichbar sein.
  6. Die Beiträge sollen auf der Startseite nach Datum sortiert ausgegeben werden (beginnend mit dem aktuellsten).
  7. Zu dem sollen die Beiträge anhand ihrer Kategorie, der zugeordneten Tags sowie Monatsweise aufgelistet werden.
  8. Das TravelloBlog soll Trackbacks und Pingbacks ermöglichen, so dass sich unser Blog mit anderen Blogs automatisch vernetzen kann.
  9. Das TravelloBlog soll einen Newsfeed bereitstellen.
  10. Die Performance des TravelloBlogs ist sehr wichtig, d.h. Daten müssen sinnvoll gecached werden.
  11. Autoren sollen über neue Kommentare per E-Mail benachrichtigt werden.
  12. Alle Beiträge sollen eine Druckversion im PDF Format erhalten.
  13. Es soll eine Volltextsuche geben, möglichst mit Gewichtung.
  14. Passend zum Beitrag sollen Bücher von Amazon sowie Fotos von Flickr angezeigt werden.
  15. Das TravelloBlog soll mehrsprachig sein, d.h. neben deutschsprachigen Benutzern sollte das TravelloBlog auch für englischsprachige Benutzer zugänglich sein.

Technische Voraussetzungen

Um dieses Tutorial durcharbeiten zu können, benötigst du folgende Voraussetzungen:

  • einen Apache Webserver mit mod_rewrite Unterstützung
  • PHP 5.1.4 oder höher (wird vom Zend Framework vorausgesetzt)
  • eine MySQL Datenbank (sollte aber auch mit SQLite funktionieren)

Ich selber entwickele auf einem Windows XP Rechner und betreibe meine Projekte online auf einem Linux Server. Deshalb gehe ich an der einen oder anderen Stelle auch auf die Besonderheiten diese unterschiedlichen Systemumgebungen für Entwicklung und Betrieb ein.

Wenn du auf einem Linux Rechner entwickelst, kann es also sein, dass du das eine oder andere anpassen musst. Bei größeren Problemen bitte die Kommentare der Tutorial Beiträge nutzen, damit auch andere Leser informiert sind.

Weitere Vorbemerkungen

Wie du sicher schon gemerkt hast, spreche ich alle Leser dieses Tutorials pauschal mit dem persönlichen “Du” an. So ist das Schreiben irgendwie einfacher als mit einem pauschalen “Ihr” oder dem förmlicheren “Sie”. Ich hoffe, das stört dich / euch / Sie nicht. :-)

Hinterlasse deine Fragen, Verbesserungen und Anregungen bitte als Kommentar bei dem jeweiligen Beitrag und sende sie nicht per E-Mail an mich. Dann haben auch andere Leser etwas von deinen Anmerkungen bzw. meinen Antworten darauf.

Zusammenfassung

In diesem ersten Teil meines Zend Framework Tutorials habe ich den Aufbau des Tutorials erläutert und die Komponenten benannt, welche in dem TravelloBlog Verwendung finden werden. Zudem habe ich die Anforderungen an das TravelloBlog aufgelistet.

Im nächsten Teil geht es dann ans Eingemachte und wir starten mit der Zend Basisklasse und unserer Bootstrap Datei. Dann gibt es auch endlich PHP Code zu sehen… ;-)

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Datum: Mittwoch, 21. Januar 2009 1:14
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2 Kommentare

  1. 1

    Genau das, was ich suche. Ich werde das Tutorial mal durchgehen, mal sehen wie viel klarer Zend mir dann wird ;) Dankeschön!

  2. 2

    Wow, endlich mal ein deutsches ZF Tutorial, dass auf dem neusten Stand ist und hoffentlich bleibt!!!

    Werde es auf jeden Fall in der nächsten Zeit probieren durchzuarbeiten. Schon einmal vielen dank für die Bemühungen, scheint wirklich sehr umfangreich zu sein!

    Gruß Schorschi,
    http://www.Georg-Schaal.de

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